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Facebook Accounts: Profile, Group und Page - eine Übersicht
Wir werden immer wieder von ambitionierten Facebook-Nutzern gefragt, die mit mehr als Ihrem Privatprofil bei Facebook aktiv werden wollen, wie sie damit vorgehen sollen: Ein weiteres Profil anlegen, eine Gruppe gründen oder wie das überhaupt mit diesen “Pages” bzw. auf deutsch “Seiten” geht?
In der Regel gehen diese Personen einem Gewerbe nach, haben ein Produkt entwickelt oder sind einfach nur in einer von vielen Formen als Künstler mit eigenem Künstler- oder auch Bandnahmen aktiv.
Daher nehmen wir diese beim Wort und versuchen hier mal eine kleine Einführung zu geben, was man bei Facebook so alles machen kann und welche Art der Präsentation am geeignetsten ist.
Allgemeines
Alle Formen der Präsentation bieten gewisse Kernfeatures: Es ist möglich Bilder und Videos hoch zu laden, Infos auf die Pinnwand zu schreiben und Events anzulegen. Ansonsten unterscheiden sich die Funktionen aber doch erheblich.
Profile/Profil
Eigentlich hat in den Profilen niemand etwas zu suchen, der nicht eine wirkliche, reale Person ist. Prinzipiell verstößt es sogar gegen die Facebook AGBs sich dort als etwas Anderes anzumelden. Trotzdem eröffnen viele dort Zweitaccounts und nennen diese dann nach ihrem Produkt. Nachteil: Die verfügbaren Info-Felder sind auf Personen zugeschnitten und passen in der Regel nicht auf die Informationen, die man anbieten möchte. Außerdem ist z.B: die Administration nur über einen einzelnen, separaten Zugang mit Passwort möglich und es gibt keine Möglichkeit für Diskussionen. Dafür sind bei Facebook ohnehin die Groups oder die Forenfunktion auf den Pages besser geeignet.
Ein großes K.O.-Kriterium für den „Missbrauch“ des Profils ist außerdem auch, dass die Zielgruppe ein „Freund“ werden muss – inklusive Veröffentlichung der Privaten-Infos. Diese möchte man vielleicht mit echten Freunden teilen, aber wohl kaum mit einem anonymen Pseudo-Freund der z.B. „Restaurant zum goldenen Hirschen“ heißt – auch wenn man da ansonsten gerne Mittags essen geht.
Group/Gruppe
Zu Anfang gab es nur die Groups um verschiedenen Personen eine Plattform zu gemeinsamen Themen zu geben. Aus dieser Zeit stammen noch viele bestehende Groups zu Produkten oder Künstlern, die allerdings oft von diesen selbst oder den entsprechenden Marketing-Verantwortlichen angelegt wurden.
Immerhin sind bei Groups im Gegensatz zum Profilen mehrere Administratoren bzw. Moderatoren möglich. Diese werden dann immer über den Namen zu ihrem eigenen Facebook-Profil zugeordnet. So werden auch Marketing-Verantwortliche (die in Ihrer Zielgruppe bekannt sind) immer klar als solche erkannt. Daran sollte man denken, bevor das Guerilla-Marketing nach hinten los geht.
Für neutrale Diskussionen im Forum-Stil über Themen wie z.B. „Kölner Karneval“ oder „Fotografie“ sind Gruppen ideal geeignet. Sie bieten aber eigentlich keine wirklichen Funktionen um ein Unternehmen, ein Produkt oder einen Künstler professionell bei Facebook präsentieren zu können.
Page/Seite
Die Page ist in der Regel die flexibelste Darstellungsform für alles außer reale Personen oder allgemeinen Themen. Sie ist nach Ihrer Aufgabe hin stark konfigurierbar und lässt sich einfach erweitern. Außerdem können Pages von allen freigeschalteten Administratoren bequem über den Login des jeweils eigenen Profils verwaltet werden. Diese Administratoren posten unter dem Namen der Page und können so als ein einzelner Absender schreiben. Weiterer Vorteil: Im Gegensatz zu Gruppen erscheinen die Pinnwandeinträge der Pages in der Standardeinstellung auch in den Lieve-Meldungen und Neuigkeiten der Fans. Eine ideale Möglichkeit um die Fans immer auf dem Laufenden zu halten. Ein zweckentfremdetes Profil macht das zwar auch, aber nur dann, wenn man sich gegenseitig die „Freundschaft“ bestätigt hat. Und da entsteht schon wieder das Problem der anonymen Freunde, welches viele Personen von der Freundschaft abhält und die maximal mögliche Anzahl an Kontakten einschränkt.
Hat man mehr als 25 Fans, belohnt einen Facebook mit einer direkten URL (z.b. www.facebook.com/cocacola). Dort kann man auch seinem eigenen Profil eine direkte URL geben, falls das noch nicht passiert ist. Aber Vorsicht, einmal gewählt läßt sich der Name nicht mehr ändern - weder bei Profil noch Page. Zu dieser Funktion kommt man am einfachsten über diesen Link.
Weitere Kernfeatures der Page sind außerdem die zahlreiche Möglichkeiten für Nutzeranalysen sowie zielgerichtetes Online-Marketing auf Facebook. Statistiken über Fans und Interaktionen gibt es nur für die Page. Und die Adwords-ähnlichen Anzeigen sind neben der Page auch ansosnten nur noch für einzelne Events buchbar.
Oft ist der Weg zu Page nicht ganz klar. Mann kann dafür einen eigene Account anlegen. Es ist aber viel komfortabler eine Page einfach von seinem bestehenden Account aus anzulegen. Dazu muss man einfach auf eine bestehende Page gehen und dann unten Links auf “Eine eigene Seite für mein Unternehmen” klicken. Schon kann man mit dem anlegen der Page beginnen. Die Admin-Rechte lassen sich dann auf Kollegen oder Freunde die ebenfalls einen eingen Facebook-Account haben bei Bedarf erweitern.
Im nächsten Schritt landet man auf der Auswahlseite für sein Projekt, Produkt, Unternehmen, o.ä. Hier sollte kurz überlegt werden, da sich diese Kategorie später nicht einfach ändern läßt. Was danach kommt unterscheidet sich nicht mehr groß vom Anlegen eines normalen Profils.
Ungünstig
Eine Eigenart die wir beobachten und von der wir abraten, ist es, einfach alle Formen (Page, Profile, Group) als Rundumschlag anzulegen. Die User werden bei ihren Groups, Pages und Friends früher oder später aufräumen. Dann ist es für den User logischer, eine zentrale Page von einem interessanten Produkt zu haben auf der alle Infos gebündelt werden, als eine Gruppe, eine Page und ein Profil - jeweils mit ganz unterschiedlichen Fans, Freunden und inkonsistenten Inhalten.
Events
Gerade auch bei mehreren unkoordiniertem Administratoren führen Multipräsenzen ebenfalls oft dazu, dass z.B. ein Event bei Group, Page und Profil bis zu dreimal angelegt wird und drei vollkommen unterschiedliche Einladungslisten bestehen an denen sich am Ende überhaupt kein Trend mehr ablesen lässt. Dies gilt übrigens auch für ein identisches Event, das von mehreren unabhängigen Facebook-Nutzer als unterschiedliche Veranstaltungen angelegt wird. Eine kurze Absprache vermeidet hier Verwirrung und schärft die Aussagekraft von Teilnehmern/Absagen wenn es nur eine Veranstalltungsseite gibt auf der Feedback erfolgt.
Bookmark-Tipp für Pages
Es ist oft schwierig auf der Facebook-Oberfläche den Zugang zur Verwaltung seiner eigenen Pages zu finden. Unter diesem Link erscheint für jeden Nutzer eine Übersicht über alle vorhandenen Pages auf welche man Adminrechte besitzt (Anmeldung vorausgesetzt)
Vergleichstabelle
| Page (Seite) | Group (Gruppe) | Profile (Profil) | |
|---|---|---|---|
| Anwendung | Unternehmen, Marken, Künstler, Dienstleistungen, Produkte | Themen | Privatpersonen |
| Präsenz (in der Regel) | Für alle sichtbar | Für alle sichtbar | Eingeschränkt sichtbar, von Freundschaft abhängig |
| Admin | Beliebige Anzahl möglich | Verschiedene + Moderatoren | Nur Accountbesitzer |
| URL | Ja | Nein | Ja |
| Monitoring | Nutzerstatistiken | Nein | Nein |
| Werbung schaltbar | Ja | Nein | Nein |
| Kommunikation | Fans erhalten Neuigkeiten, Livemeldungen | Nein | Freunde erhalten Neuigkeiten, Livemeldungen |
| Pinnwand | Die Page selbst schreibt | Die Admins schreiben individuell | Der Profil-Inhaber schreibt |
| Upload eigene Fotos/Videos | Ja | Ja | Ja |
| Upload Fotos/Videos von Dritten | Ja | Ja | Nein |
| Forum | Ja | Ja | Nein |
| User Statistiken | Ja | Nein | Nein |
| Plug-ins | Ja | Nein | Privatanwendungen |
| Vernetzung mit | Fans(Profilen), anderen Pages | Profilen | Profilen, Pages, Gruppen |
| Veranstaltungen | Ja | Ja | Ja |
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