Social Media Hubs - Kanäle Bündeln, zielgerichtet kommunizieren

Als Social Media Hub bezeichnet man Webseiten, auf denen mehrere Social Media Kanäle gebündelt präsentiert werden. Corporate Social Media Hubs sind im Grunde die Integration des „web publishing“-Gedankens in moderne Unternehmens-Kommunikation. Mittlerweile entdecken immer mehr Unternehmer neben der konventionellen PR auch Social Media als Ergänzung im Medien-Mix. Um die Inhalte der einzelnen Social Media Plattformen dann wieder zu bündeln und über eine Seite für Leser zugänglich zu machen, wird ein Social Media Newsroom eingesetzt. Ein interessantes Beispiel dafür zeigt sich bei der B2B-Marke Scania die ebenfalls Gefallen daran gefunden hat, ihre Webpräsenz um Social Media zu erweitern. Im Scania Social Media Newsroom finden Sie neben dem Corporate Blog unter anderem gebündelt die Verweise auf Flickr, Twitter und YouTube. Trucker, die sich als Scania-Fans „outen“ wollen können direkt über diese Seite Fan der Facebook-Seite „Scania-Driver“ werden.

Im Grunde lässt sich der Gedanke des Social Media Newsroom aber noch viel weiter führen. Das Konzept, dass unter diesem Namen seit 2008 besteht, ist Ausdruck dessen, was wir bei ruhmesmeile unter „web publishing“ verstehen. Anschaulich haben wir dies auf unserem Portal für das Bonner Nachtleben „Unsere Nacht“ umgesetzt. Die eigentliche Seite www.unserenacht.com ist hier lediglich ein Social Media Hub, welcher auf die verschiedenen Social Media Kanäle verlinkt.

Mitte diesen Jahres launchte auch Skittels (eine Art fruchtige Smarties) seine neue Seite. Wobei es eigentlich keine eigene Website gibt. Das einzige was man von Skittles selber sieht ist das Menü, dass den User über die diversen Social Media Kanäle leitet; Facebook, Twitter, YouTube, Flickr und Wikipedia wo man eine Produktübersicht findet. Den Content selbst lässt Skittels also durch User erstellen.

Heinz hat ebenfalls den Gedanken hinter web publishing kürzlich in die Tat umgesetzt. In dem „Open Sauce“ Projekt Room57 wird die Firmenhistorie auf einem Zeitstrahl mit Links zu Plattformen wie Flickr und YouTube unterfüttert. Und auch hier gibt es wieder die Möglichkeit Fan der offiziellen Facebook Page von Heinz zu werden.

Diese Beispiele zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt wie man bestehende Social Media Kanäle für sein Unternehmen nutzen kann - unabhängig davon ob es sich nun um klassische Consumer- oder eher B2B-Produkte handelt.

Durch den beidseitig gerichteten „Gebrauch“ von Social Media entstehen auch Synergie-Effekte. Zum einen zieht man durch die Präsenz in den großen Communities, über Satelliten-Profile oder sogenannten Remote Content den User auf die eigene Website, auf der man diesen mit weiteren Informationen versorgen kann. Zum anderen werden die User von der eigenen Website hinaus auf die Seiten in externen Netzwerken geschickt auch in der Hoffnung, dass Sie dadurch weitere User auf die eigene Präsenz (z.B. durch „Fan-Sein“) aufmerksam machen.

Es wird spannend sein, zu sehen wie Unternehmen weiterhin die Idee web publishing für sich nutzen und unter welchen Synonymen dies immer wieder als eine Neuheit angepriesen werden wird.

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